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Lesungen
Am 9. und am 11. März finden jeweils um 20:00 Uhr
im Rahmen der Albanischen Kulturwoche
Lesungen von zwei der berühmtesten albanischen Autoren statt.
Dienstag, 9. März, 20 Uhr
Palais Wittgenstein
Bilker Straße 7- 9
Eintritt: Euro 7 bzw. Euro 5 (ermäßigt)
Telefon: 0211 - 89 92 902
Fax: 0211 - 89 29 044
ISMAIL KADARE und BEQUE CUFAJ lesen aus Kadares Roman
„Der Palast der Träume“
und sprechen über das Werk.
Mark Alem, Sohn einer albanischen Großbürgersfamilie,
wird als Bediensteter in den Palast der Träume berufen. Durch seine
Augen lernen wir jenes „Laboratorium des Schlimmsten“ kennen,
ein Schreckenslabyrinth, in dem ein Staat aus den Träumen seiner
Bewohner den Fortgang der staatlichen Zukunft abliest.
„Der Palast der Träume“ ist einer der riskantesten Texte
von Ismail Kadare.
Seine in einem phantastischen Istanbul angesetzte Parabel über Gedankenkontrolle,
staatliche Willkür und Machtmißbrauch erschien in deutscher
Sprache erstmals – in der Übersetzung von Joachim Röhm
– im Jahr 2003 im Ammann-Verlag.
ISMAIL KADARE, geboren 1936 in der südalbanischen Stadt Gjirokastra,
studierte in Tirana und Moskau. Seine Romane wurden in mehr als dreißig
Sprachen übersetzt. Er lebt heute abwechselnd in Tirana und Paris.
Ismail Kadare ist der wichtigste, auf jeden Fall aber der mit Abstand
bekannteste albanische Autor der Gegenwart. Er hat für sein Schaffen
weltweit viel Anerkennung und Ehrungen erfahren. Seine Bücher sind
in alle großen und noch eine ganze Reihe kleinerer Sprachen übersetzt,
er hat bedeutende internationale Literaturpreise gewonnen und ist Offizier
der französischen Ehrenlegion, und wenn jährlich die Vergabe
des Literaturnobelpreises ansteht, wird er immer wieder auf der Liste
der Kandidaten geführt.
Mehr Informationen unter folgendem Link: ISMAIL
KADARE
BEQUE CUFAJ, Schriftsteller, Übersetzer und Publizist aus
Pristina/Kosovo, schreibt u. a. für die Zeitschrift Koha Ditore,
die Frankfurter Rundschau und Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Donnerstag, 11. März, 20 Uhr
Heinrich-Heine-Institut
Bilker Straße 12-14
Eintritt: Euro 6
bzw. Euro 4 (ermäßigt)
Telefon: 0211 - 89 92 902
Fax: 0211 - 89 29 044
FATOS KONGOLI und JOACHIM RÖHM lesen aus Kongolis
Roman
„Die albanische Braut (Nusja shqiptare)“
und sprechen über das Werk.
Kongolis 1992 erschienener Roman erklärt, wie es dazu
kam, dass einem ganzen Volk kein anderer Weg möglich schien als die
Flucht aus dem eigenen Land.
März
1991: Mehrere tausend Albaner drängen auf den Ozeandampfer „Partizani“,
der zur Abfahrt nach Italien im Hafen von Durres bereitliegt.
Kurz bevor das Schiff die Anker lichtet, kehrt Thesar Lumi an Land zurück.
Er kann seinem Heimatland nicht entkommen; einem Land, wo er und seine
Geliebte Vilma – Die albanische Braut – Spielball der Herrschenden
sind.
Der Amman Verlag zitiert einen französischen Kritiker:
" Die albanische Braut ist wie eine Taube, die die Wiederkehr des
Frühlings verspricht". Hinsichtlich der Handlung ist dies eine
vollkommen schleierhafte Aussage. Kein bisschen Frühling kann man
in diesem Buch entdecken, nur tiefer, grauer kalter Winter, in dem man
sich wünscht, ein paar Sonnenstrahlen würden ihn durchbrechen.
Der Buchklappentext verspricht das Buch ausserdem als literarischen Schlüssel
zum heutigen Albanien. Von einem Kenner Albaniens habe ich mir aber sagen
lassen, das Buch habe bereits historischen Wert. Die Handlung endet im
Albanien der frühen neunziger Jahre, als Flüchtlinge in überfüllten
Schiffen die Heimat verliessen und niemand in Europa richtig an eine Zukunft
dieses Landes glaubte. Im Gegensatz zur dannzumaligen totalen Agonie seien
heute einige Hoffnungsschimmer auszumachen. Diese zeigten sich nicht zuletzt
darin, dass die albanische Bevölkerung die Kraft und die Grösse
hatte, ihre Hilfsbereitschaft den Flüchtlingen aus Kosova anzubieten.
FATOS
KONGOLI wurde 1944 in Elbasan geboren und studierte
in China und Tirana Mathematik. Unter Enver Hodschas Diktatur arbeitete
er als Journalist und verfasste zwei unveröffentlichte Romane. Mit
dem
eigentlichen Schreiben begann er erst nach dem Fall des Regimes.
JOACHIM RÖHM, 1947 in Stuttgart geboren, studierte in Tübingen
Germanistik. Seit mehr als 20 Jahren ist er – literarischer –
Übersetzer
und Dolmetscher für Albanisch.
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