Albanische Kulturwoche   Düsseldorf 9.-13.03.2004


 
 
 
 
 
 
 
 
 
Albanische
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Albanische Filmnacht

Freitag, 12. März, 19.30 Uhr

Metropol GmbH
Brunnenstraße 20
Eintritt: Euro 9 bzw. Euro 7 (ermäßigt)
Telefon: 0211 - 17 11 194 oder 0211 - 34 97 09
Fax: 0211 - 17 11 195

Albanische Filmnacht mit Beiträgen, die von den Anfängen
des unabhängigen Albaniens im Jahr 1912 bis in die Gegenwart
reichen und die Geschichte und Gesellschaft Albaniens
spiegeln.

19.30 Uhr Einführung in den albanischen Film

20.00 Uhr Dokumentarfilm ( ca. 15 Min.)

20.30 Uhr PËRALLË NGA E KALUARA –
                  EIN MÄRCHEN VON DER VERGANGENHEIT

Regie: Dhimiter Anagnosti, AL 1987; 86Min., Ov/d

EIN MÄRCHEN VON DER VERGANGENHEITDer Film handelt von der Tradition der zwischen Familien arrangierten Hochzeiten.

Die zwanzigjährige Marigo soll den 14-jährigen Gjino heiraten, wogegen sich die junge Frau vehement zur Wehr setzt.

 

 

 

 

 



22.00 Uhr SLOGANS

Regie: Gjergj Xhuvani, Frankreich/Albanien 2001, 90 Min.

Berichtet wird von der Absurdität der albanischen Diktatur der 70er Jahre in einem abgelegenen kleinen Bergdorf.
André, ein junger Biologielehrer aus Tirana, hat die Aufgabe, jeder Klasse einen politischen
Slogan zuzuteilen. Diese „politischen Hausaufgaben“ geben dem Dorfleben einen Rhythmus, dem es nicht an Komik und Ironie fehlt.

SLOGANS Slogans

 

Albanien - ein unbekanntes Filmland

In Albanien gab es bis zum Ende des zweiten Weltkriegs keine eigene nationale Filmproduktion.
1947 beschloss die albanische Volksversammlung den Aufbau eines eigenen Lichtspiel- und Filmwesens,
Fünf Jahre später wurde mit sowjetischer Unterstützung das Filmstudio Tirana gebaut. Das albanische Kino ist das jüngste in Europa. Es wurde leider mit strengen Zensurauflagen gestartet, es gab weder Tradition noch Freiheit. Dazu kam die totale Isolation, die grosse Schäden anrichtete, sowohl sozial als auch künstlerisch.
Zwei Stilrichtungen prägten die albanischen Filmemacher: die russische Erfahrung und der italienische Neorealismus; trotzdem waren die albanischen Filme keine Kopien des sowjetischen »Sozialistischen Realismus«. Nach diesem hoffnungsvollen Beginn in den Fünfzigern ging es zunächst schleppend weiter, höchstens ein bis zwei Spielfilme entstanden jährlich. Später wurden der Filmproduktion Jahrespläne vorgegeben, es wurde von der Partei ein Thema vorgegeben, welches für Kultur und Kunst richtungsweisend war - es entstand eine grosse Anzahl von Filmen minderer Qualität. Für Jahrzehnte hatte das Kino die politische Mission, die Schaffung des »neuen, sozialistischen Menschen« zu schaffen.
Erst Ende der siebziger Jahre gab es erste Zeichen eines ernsthafteren Kinos wie Anagnosti's »Roter Mohn auf der Mauer« Çashku's »Nach dem Tode«. Es gab Filmemacher, die versuchten, die Auflagen der Partei zu umgehen oder zumindest aufzuweichen, derartige Filme mussten nachträglich verändert werden.